...beim Beten

Beim Beten sprechen wir mit Gott, um ihm zu danken, ihn um etwas zu bitten oder ihn zu loben.

Die einfachste Form des Gebets ist das Stoßgebet, zum Beispiel "Gott sei Dank“ und "Herr, hilf mir“. Beten kann jede und jeder für sich alleine, aber auch - zum Beispiel im Gottesdienst - in Gemeinschaft. Im sog. "Fürbittengebet" bittet man im Gebet für jemand anderen.

Für Christinnen und Christen ist Gott ein Gegenüber, mit dem man genauso sprechen kann wie mit einem Menschen. Das gilt übrigens für alle drei "Personen“ Gottes, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Wie dabei die genaue Anrede lautet, spielt keine Rolle. Jeder Christ und jede Christin ist frei, mit Gott so zu reden, wie er oder sie will.

Ich kann darum mit vorgefertigten Texten beten oder einfach so, wie ich mich gerade fühle. Gott versteht mich - übrigens in jeder Sprache, auch auf Plattdeutsch.

Am Ende eines Gebetes steht immer ein "Amen", das bedeutet "So sei es" und bekräftigt, das, was gebetet wurde.

Das wichtigste Gebet für Christen ist das sog. "Vaterunser", dessen Text sich direkt in der Bibel findet. Wir Reformierten beten übrigens "Unser Vater":

Unser Vater im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute,
und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.