Ein Wort zum Abschied
Liebe Gemeinde,
mit Eintritt in den Ruhestand ist es im November neun Jahre her, dass ich mich Ihnen im Gottesdienst in Bargebur vorgestellt habe. Eine Woche später wurde ich von Ihnen gewählt. Dankbar habe ich den Dienst seinerzeit angetreten, dankbar verabschiede ich mich nun von Ihnen, erfüllt von vielen mir wertvollen Begegnungen, Gottesdiensten, Worten und Erlebnissen.
Besonders gern habe ich gepredigt in unserer wunderbaren Kirche, dankbar war ich über zahlreiche Rückmeldungen. Viele Begegnungen zu den schönsten Anlässen, zu Geburtstagen und Ehejubiläen, zu traurigen Anlässen im Abschied von Angehörigen und Freunden, zu fröhlichen wie der Taufe und der Konfirmation sind mir in bleibender Erinnerung.
Neues ist geworden – der Gemeindegruß hat ein neues Antlitz bekommen. Die Mitarbeitenden im Besuchsdienstkreis leisten einen ganz wertvollen Dienst.
Das Gemeindebüro haben wir eingerichtet und mit einer Mitarbeiterin besetzt, ein neues Gemeindehaus gebaut und die Stellen des Friedhofs- und Gemeindegärtners und der Reinigungskraft neu besetzt.
Der Infobrief „reformiert informiert“, von dem es bis zum Eintritt in den Ruhestand 100 gegeben haben wird, informiert regelmäßig über das Leben in der Gemeinde.
Der Männerkreis ist gründet worden und die neue FriedhofsAktivGruppe schafft Gutes für das Aussehen und Ansehen unseres Friedhofs. Auf dem Friedhof haben wir die Möglichkeit der Beisetzung in einem Rasengrab oder auf einem Urnenfeld geschaffen. Zwei Drittel der Gemeindegrüße werden von einem Team in der Stadt und umzu verteilt.
Das Teetrinken nach den Gottesdiensten, Adventsandachten in der adventlich beleuchteten Kirche haben wir ebenso gefeiert wie ein Tauffest im Schlosspark und dort jährlich weitere große Gottesdienste an Himmelfahrt. Am Strand in Norddeich sind wir ökumenisch genauso unterwegs wie bei den 2018 begonnenen gemeinsamen Gottesdiensten am Reformationstag und die schon länger etablierten ökumenischen Gottesdienste am Pfingstmontag.
Musikalisch habe ich einiges versucht: Einen Singekreis gab es, begleitet von denen, die auf der Gitarre mitspielen mochten, ein Gitarrenkreis für Anfängerinnen und Anfänger zuletzt, in Gottesdiensten haben wir neuere und neue geistliche Lieder aus dem Liederheft „Lass dich hören“ gesungen, oft auch in zwei Gruppen und mehr.
Wir haben mit der „Kulturkirche Bargebur“ den verschiedenen Veranstaltungen und Konzerten in unserer Kirche einen Rahmen und eine „Marke“ gegeben, die weit über die Grenzen unserer Gemeinde angenommen und wertgeschätzt werden. Wir haben wunderbare Momente an einem wunderbaren Ort erlebt. Ein Geschenk.
Die Konfi-Zeit Krummhörn-Norden haben wir auf den Weg gebracht, sie wird sich entwickeln und ein großer Gewinn auch für die Norder Konfirmandinnen und Konfirmanden sein. Den Kindergottesdienst gibt es wieder – der Zeit und der gemeindlichen Situation angepasst.
Vor und über allem aber standen: Die Begegnungen im Gottesdienst, bei Ihnen oder mir zu Hause, auf der Straße, in Gruppen und Kreisen. Einander begegnen, mit Gott und der Kraft des Heiligen Geistes in Berührung kommen war mir wichtig – denn genau dazu gibt es Gemeinde, gibt es auch unsere Kirchengemeinde. So waren wir gemeinsam unterwegs.
Ich sage Danke! Danke für alle Mitarbeit, danke für Ihr und Euer Engagement in so vielfältiger Weise, danke für Geduld und Fürsprache.
Wir Menschen sind nicht fehlerfrei. Und so bitte ich diejenigen um Verzeihung, denen ich als Pastor nicht gerecht geworden bin. Sehen Sie es mir bitte nach.
Noch ist es nicht so weit, der August noch eine Weile hin. Ich freue mich auf Begegnungen mit Ihnen bis dahin und gern auch danach.
Ich danke für jede Wertschätzung meines Dienstes. Es war mir eine Freude und Ehre, in dieser Gemeinde Dienst tun zu dürfen.
Bleiben Sie Gott befohlen.
Ihr Detlef Sprick

